Hintergrund

In Norddeutschland fällt eine große Menge an regenerativem Überschussstrom an, der aufgrund von Netzengpässen nicht genutzt wird. Windkrafträder werden in ihrer Leistung reduziert oder abgeschaltet, da der Strom nicht abgenommen werden kann. Häfen verursachen eine große Menge an CO2-Emissionen und Luftschadstoffen, die durch eine stärkere Nutzung regenerativer Energien reduziert werden können.

Der zur Verfügung stehende Überschusswindstrom soll genutzt werden, um ihn mittels Elektrolyseur in Wasserstoff (H2) umzuwandeln, so speicherbar und transportierbar zu machen und unterschiedlichen Anwendungen im Hafenumfeld zuzuführen (z.B. Anwendungen für Anlagen, die Wasserstoff direkt nutzen oder solchen, die den Rückverstromten Strom nutzen).

Partner

Leadpartner

Projektpartner

Kooperationspartner

Wasserstoffanwendungen im Seehafen Emden

Ziel

Ziel des Projekts „WASh2Emden“ ist die Reduktion von Emissionen im Hafen durch den Einsatz von Wasserstoff beim landseitigen Hafenbetrieb, in der Logistik sowie bei den im Hafen liegenden Schiffen.

Im Rahmen des Projektes wird die Analyse und Berechnung der Umstellung eines Hafens auf eine Versorgung aus erneuerbaren Energien auf Basis von Wasserstoff erfolgen. Da im Umkreis des Emder Hafens die Windenergie dominiert, wird auf diese insbesondere abgezielt. Da Windstrom jahres- und tageszeitlich fluktuierend erzeugt wird, ist zur Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit (essentiell im Hafen) ein Energiespeicher mit hohen Speicherkapazitäten notwendig. Aus aktueller Sicht ist dies nur mit Power-to-Gas und anschließender effizienter Wasserstoffnutzung (z.B. mittels Brennstoffzellen) möglich.

Mit der Durchführbarkeitsstudie (Dezember 2018 – Mai 2020) soll für den Realbetrieb eines Hafens untersucht werden, welche Möglichkeiten bestehen, Wasserstoff aus Überschuss-Windstrom zu erzeugen und den genannten Nutzern im Hafen zur Verfügung zu stellen.

Standort Seehafen Emden

  • Nähe zu erneuerbaren Energiequellen (Windkraftanlagen) mit Überschussstrom
  • Großer Universalhafen mit unterschiedlichen potenziellen Anwendungsfeldern und Abnehmern für Wasserstoff
  • Entwicklung zur Energiedrehscheibe (Konverter für Offshore-Windstrom, Knotenpunkt für Übertragungsnetz)

Projektförderung