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Kommunikation in der Schifffahrt: Herausforderungen, Lösungsansätze und Trends

25. Mai 2021

Neue Wege müssen gefunden werden.

Online-Impuls. Im Zuge der COVID-19-Pandemie hat sich deutlich gezeigt, dass insbesondere auf internationaler Ebene neue Wege der Zusammenarbeit, der Kommunikation und des Datenaustausches zwischen involvierten Akteuren gefunden und eingeschlagen werden müssen. Neue Kommunikationslösungen an Bord bieten bzgl. Verfügbarkeit und Bandbreite immer mehr Möglichkeiten. Innovative IT-Systeme und Kommunikationsplattformen stehen zur Verfügung. So ergeben sich viele Potenziale zur Kostenreduktion sowie zur Erreichung einer höheren Transparenz und Verlässlichkeit der vielfältigen Prozesse an Bord und an Land.

Status Quo der Kommunikation in der maritimen Wirtschaft

Jörg Bontjer von der MARIKO GmbH schilderte die Ausgangslage der maritimen Branche im Hinblick auf die Kommunikationsproblematik und betonte vor allem die veralteten Kommunikationssysteme und die damit einhergehende Prozesskomplexität. Unternehmen nutzen insbesondere für den Datenaustausch mit Schiffen, die im internationalen Seeverkehr operieren, oftmals unterschiedliche Kommunikationskanäle, wie z.B. physische Datenträger sowie Mobilfunk und Satellitenverbindungen. Je nach Art, Größe und erforderlicher Verfügbarkeit der Daten kommen diese unterschiedlichen Kanäle zum Einsatz. Neben Daten zu Fahrplänen, Besatzungen und Ladungen, Bedarfsmeldungen und Wartungsarbeiten werden in Zukunft auch größere Datenmengen zur landseitigen Überwachung und Steuerung von Aggregaten hinzukommen. Um diese Datenmengen übertragen zu können sind weltweit verfügbare, kostengünstige Systeme sowie entsprechende Tarife erforderlich.

Der Ship-Shore Datenaustausch nimmt zu – was empfiehlt sich: Dropbox oder eine maritime Lösung?

„Dropbox oder eine maritime Lösung?“, mit dieser Frage startete Lars Helmar Martinussen von der Dualog Nordic GmbH in die Vorstellung der Dualog Cloud. Herkömmliche Cloudlösungen wie z.B. Dropbox oder OneDrive haben in Verbindung mit kostenintensiven und störanfälligen Funklösungen Nachteile, weil diese nicht explizit für diese Kommunikationskanäle entwickelt wurden. Alternativ dazu stehen maritime Lösungen zur Verfügung, die insbesondere speziell an die Gegebenheiten an Bord angepasst sind. Eine solche Lösung ist Dualog Drive, die Martinussen vorstellte. Seinen Vortrag schloss er mit einem Interview mit Thomas Dinter von der TB Marine Shipmanagement GmbH & Co. KG. Dieser berichtete von seinen Erfahrungen, die er während der Einführung und Inbetriebnahme der Dualog Cloud gesammelt hat und hob die vielen Möglichkeiten zur Konfiguration einer solchen Lösung hervor.

Hafenseitige Sicht auf die Thematik – Niedersachsen Ports gibt Einblicke in die tägliche Schiff-Hafen-Kommunikation

Der Erfahrungsbericht zur hafenseitigen Kommunikation bei Niedersachsen Ports durch Ilka Frerichs von JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG vervollständigte die Konferenz. Während ihres Vortrags wurde deutlich, wie wichtig der herkömmliche Funk neben moderneren Kommunikationsmethoden wie dem (Niedersächsischen) NSW immer noch ist. Frerichs hob zudem hervor, dass „der Schnack an der Hafenkante“ wichtig für das Miteinander im Hafen sei. Ihren Vortrag rundete sie mit der Vorstellung der App „Port Spot“ und dem Innovationsprojekt „Smart Kai“ ab. „Port Spot“ vereinfacht die Anmeldung der Binnenschiffer im Hafen und ermöglicht allen involvierten Akteuren den schnellen Zugriff auf die dazu erforderlichen Daten. Das Projekt „Smart Kai“ ist eine Einparkhilfe für Schiffe, welche mit verschiedenen Sensoren die Schiffsbewegungen und -positionen bewertet.

Der Online-Impuls war ein kostenloses Angebot des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Lingen.

Die Präsentationen der Konferenz stehen HIER zum Download bereit.

Das Projekt Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen          

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen gehört zu Mittelstand-Digital, damit unterstützt das BMWi die Digitalisierung in KMU und informiert über mögliche Chancen und Herausforderungen (www.mittelstand-digital.de). Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das BMWi ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen besteht aus sechs Projektpartnern und wird von der IT-Dienstleistungsgesellschaft mbH Emsland (it.emsland) geleitet. Es bietet für die kommenden Jahre eine Vielzahl von Unterstützungsleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Region. Das Hauptziel des Kompetenzzentrums ist dabei die erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung von KMU und deren Öffnung für neue datengetriebene Wertschöpfung.

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